Auto gestreift beim Ausparken – welche Rechte haben Sie?
Es passiert jeden Tag:
Ein anderer Fahrer streift Ihr Auto beim Aus- oder Einparken und verschwindet – oder meldet sich zwar, aber „sieht den Schaden nicht“.
Auch wenn der Kratzer klein wirkt: Ein Parkrempler ist ein vollwertiger Haftpflichtschaden und kann mehrere hundert bis tausend Euro kosten.
Doch was steht Ihnen als Geschädigtem zu?
Was müssen Sie dokumentieren?
Und wann ist die Polizei Pflicht?
KOVO DIREKT erklärt, wie Sie Ihre Ansprüche sicher und stressfrei durchsetzen – Schritt für Schritt.
Wer zahlt, wenn Ihr Auto beim Ausparken gestreift wurde?
Grundsätzlich gilt:
👉 Die Haftpflichtversicherung des Verursachers übernimmt den Schaden.
Dazu gehören:
✔ Reparaturkosten
✔ Wertminderung
✔ Gutachtenkosten
✔ Nutzungsausfall / Mietwagen (je nach Fall)
Der Geschädigte darf den Schaden frei begutachten und reparieren lassen, nicht bei der Werkstatt des Verursachers.
Polizei rufen – ja oder nein?
Viele fragen sich, ob bei einem kleinen Parkschaden die Polizei notwendig ist.
✔ Polizei rufen ist sinnvoll, wenn:
der Verursacher flüchtet (Fahrerflucht)
der Verursacher sich weigert, Angaben zu machen
die Situation unklar ist
der Schaden erheblich ist
beide Parteien sich nicht einigen können
✔ Polizei ist NICHT zwingend notwendig, wenn:
beide Parteien freiwillig ihre Daten austauschen
die Situation eindeutig ist
die Versicherung später nicht zweifelt
Aber:
Bei Fahrerflucht MUSS die Polizei informiert werden.
Unterlassen führt zu Problemen bei Kasko und Rechtsschutz.
Welche Daten müssen ausgetauscht werden?

Wenn der Verursacher anwesend ist:
Notieren Sie:
Name & Anschrift
Versicherungsnummer
Kennzeichen
Fahrzeugtyp / Marke / Farbe
Telefonnummer
Fahrzeugschein-Foto
📝 Tipp: Eine kurze schriftliche Unfallskizze + Fotos der Position hilft enorm.
Was tun, wenn der Verursacher flüchtet?
Fahrerflucht ist strafbar – aber kommt täglich vor.
Ihre Schritte:
Polizei rufen
Fotos machen (Schaden + Umgebung)
Zeugen suchen
Videoquellen prüfen (Parkhaus-Kameras etc.)
Digitales Gutachten beauftragen
Vollkasko informiert (wenn Gegner unbekannt)
➡ Mehr dazu in: „Unfall ohne gegnerische Daten – was tun?“
Welche Fotos sind wichtig? (Beweis-Sicherung)
Fotos entscheiden oft über die Höhe der Erstattung.
Hier die wichtigsten Perspektiven:
📸 Übersicht (4 Fotos)
vorne
hinten
links
rechts
📸 Schadensbereich
aus 1–1,5 Metern
mehrere Winkel
Schräglicht (zeigt Kratzer besser)
📸 Nahaufnahmen
Struktur
Lackabrieb
Tiefenwirkung
📸 Umgebung
Parklücke
Hindernisse
Fahrbahnverlauf
📸 Daten
Kennzeichen
Fahrzeugschein
Kilometerstand
➡ Mehr dazu in: Schadensfotos richtig aufnehmen

Darf ich ein Gutachten verlangen?
Ja.
Als Geschädigter haben Sie IMMER das Recht auf ein unabhängiges KFZ-Gutachten, auch wenn:
✔ die Versicherung nur einen Kostenvoranschlag möchte
✔ der Schaden „klein wirkt“
✔ der Verursacher es „anders sieht“
Ein Gutachten sichert:
Schadenhöhe
Wertminderung
Reparaturweg
Plausibilität
Beweislast gegenüber Versicherung
Mit KOVO DIREKT erhalten Sie ein vollständiges digitales Gutachten in 24 Stunden – ohne Termin.
Nutzungsausfall – Ihr oft vergessenes Recht
Wenn das Auto aufgrund des Schadens nicht fahrbereit ist oder in der Reparatur steht, können Sie Nutzungsausfall geltend machen.
Je nach Fahrzeugklasse:
➡ 30–130 € pro Tag
Alternativ: Ersatzwagen.
Ein Gutachten dokumentiert die Ausfallzeit.
Fazit: Parkrempler? Rechte klar auf Ihrer Seite.
Egal, ob Ihr Auto beim Ausparken gestreift wurde, der Verursacher flüchtet oder sich kooperativ zeigt:
Sie haben klare Rechte, und mit der richtigen Dokumentation sichern Sie Ihren Anspruch vollständig.
KOVO DIREKT macht den Schadenprozess einfach, digital und rechtssicher.
📲 Jetzt Schaden melden & digitales Gutachten erhalten:




































































